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Megatrends, die unsere Welt prägen

Megatrends, die unsere Welt prägen
Kurz zusammengefasst
‚Lawinen in Zeitlupe‘
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Megatrends entfalten ihre Wirkungskraft langsam, berühren dabei jedoch alle Bereiche unseres Lebens.
Eine schöne neue Welt
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Eine Welt nach Covid-19 bringt viele Herausforderungen mit sich, allerdings hat die Pandemie auch Innovationen hervorgebracht.
Digitalisierung, Gesundheit und eine grüne Welt
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Langfristige Themen, die unser Leben umgestalten und die Chancen, die damit einhergehen.

Im Jahr 1982 brachte ein bis dahin wenig erfolgreicher Unternehmensberater ein Buch heraus, in dem er eine Reihe von Veränderungen in den USA und anderen Teilen der Welt beschrieb. Es war ein durchschlagender Erfolg – ‚Megatrends: 10 Perspektiven, die unser Leben verändern werden‘ stand fast zwei Jahre lang auf der Bestsellerliste der New York Times und wurde in 57 Ländern mehr als 14 Millionen Mal verkauft. Der Autor, John Naisbitt, ist im April dieses Jahres verstorben, aber der von ihm geprägte Begriff lebt weiter.

Megatrends werden häufig als ‚Lawinen in Zeitlupe‘ bezeichnet – Veränderungen, die ihre Wirkungskraft langsam entfalten, dabei aber alle Bereiche des Lebens berühren. Auch wenn wir die Zukunft nicht vorhersagen können: Die Beobachtung dieser weitreichenden Veränderungen überall auf der Welt kann uns eine Vorstellung davon geben, in welche Richtung sich Dinge bewegen.

Megatrends wie die Digitalisierung, der Klimawandel und die Urbanisierung können unseren Lebensalltag, politische Prioritäten und das Geschäftsumfeld der Unternehmen von Grund auf verändern. Heute orientieren sich viele Unternehmen an diesen Megatrends, um strategische Weichenstellungen für morgen vorzunehmen. Die Investoren scheinen ebenfalls aufmerksam zu werden.

Die Frage, wie sich die Welt verändert, steht auch im Fokus der Anlagephilosophie von Randall Dishmon, Portfoliomanager für globale Aktienstrategien bei Invesco. Anstelle flüchtiger und schwer vorhersehbarer zyklischer Trends konzentriert er sich auf diese dauerhaften strukturellen Veränderungen.

„Niemand kann genau sagen, was im kommenden Jahr passieren wird“, sagt er. „Ganz sicher aber werden Entwicklungen wie die Trends zum Onlineeinkauf und digitalen Zahlungsverkehr sowie zu Cloud-Lösungen meiner Meinung nach weitergehen. Auch unter veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird wohl keiner dieser Trends gestoppt oder zurückgedreht werden.“

Die von Randall Dishmon erwähnten Themen sind Teil des weltweiten digitalen Wandels.

Covid-19 hat viele Megatrends, die schon vor mehreren Jahrzehnten eingesetzt haben, beschleunigt. Die Pandemie hinterlässt aber auch selbst bleibende Spuren in der Welt. Unsere Investmentexperten werfen ein Schlaglicht auf einige dieser langfristigen Entwicklungen und erläutern, welche Anlagechancen sich dadurch eröffnen.

Eine schöne neue Welt

Covid-19 hat die Welt jetzt seit fast zwei Jahren fest im Griff. Trotzdem scheint ein Ende dieser Pandemie für viele noch in weiter Ferne zu liegen. Angesichts der Verbreitung der neuen Omikron-Variante haben einige Länder die Beschränkungen erneut verschärft oder sogar neue Lockdowns verhängt.

Wir sehen trotzdem Licht am Ende des Tunnels und rechnen früher oder später mit einer Normalisierung des wirtschaftlichen Umfelds. Allerdings dürfte die ‚schöne neue Welt‘, die uns nach der Pandemie erwartet, eine ganz andere sein als die Welt, die wir zurückgelassen haben.

Vergangene Pandemien haben die Welt, wie wir sie kennen, maßgeblich mitgeprägt. Der Schwarze Tod setzte der Leibeigenschaft in Westeuropa ein Ende und die Spanische Grippe löste eine Welle von Aufständen aus, durch sie sich das politische, soziale und wirtschaftliche Gefüge vieler Länder veränderte. In der Hoffnung, durch die Vergangenheit Schlüsse auf unsere Zukunft zu ziehen, beschäftigen sich heute viele mit den Folgen von Pandemien.

Jede Krise hat ein Innovationserbe.

Erik Esselink, Fund manager, Small Cap Equities, Invesco

„Jede Krise hat ein Innovationserbe“, sagt Erik Esselink, Fondsmanager bei Invesco. „Durch die Pandemie hat die Technologienutzung stark zugenommen. Viele, die zuvor jeden Tag zur Arbeit fahren mussten, wissen jetzt, wie es ist, von zu Hause aus zu arbeiten. Und viele Unternehmen haben erkannt, dass das Geschäft auch dann weiterlaufen kann, wenn die Büros leer stehen. Manche kommen damit gut klar, andere nicht – aber die Homeoffice-Option wird bleiben. Unternehmen werden es sich kaum erlauben können, dieses Rad zurückzudrehen.“

Abbildung 1: Anteil der Unternehmen, die erwarten, dass ihre Beschäftigten nach Covid-19 hauptsächlich von zu Hause aus arbeiten werden

Quelle: Harvey Nash/KPMG CIO Survey 2020. Weltweite Daten; 1.428 Teilnehmer; CIOs und IT-Leiter aus 83 Ländern.

Die Pandemie hat die Digitalisierung beschleunigt, weil sich viele Menschen quasi zum Onlineeinkauf gezwungen sahen. Gleichzeitig hat sie schonungslos Schwachstellen in den Lieferketten von Unternehmen aufgedeckt. „Einige dieser Lieferkettenstörungen dürften vorübergehend sein“, sagt Esselink. „Andere, wie der strukturelle Mangel an Lkw-Fahrern in Europa, sind dagegen längerfristige Probleme. Dadurch erwägen einige Unternehmen jetzt eine Verlagerung ihrer Lieferketten in heimische Regionen oder Nachbarländer.“ 

Kurzfristig sieht Esselink interessante Anlagemöglichkeiten in den am stärksten getroffenen Branchen, in denen ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage besteht. Im postpandemischen Umfeld sieht er Chancen für die Überlebenden, ihre Marktanteile nachhaltig auszubauen.

Ido Cohen, Invesco-Fondsmanager mit Schwerpunkt Konsumsektor, stimmt zu: „Wir sehen attraktive Möglichkeiten in zyklischen Bereichen, die von der Erholung der Wirtschaft profitieren, sowie einen Trend zur ‚Rückkehr zu unserem richtigen Leben’. Die Menschen treibt es wieder in die Welt hinaus und als Investor im Konsumsektor glaube ich, dass sie ihr Geld eher für Erlebnisse als für Dinge ausgeben werden.

Er setzt unter anderem auf Betreiber von Themenparks, Freizeitresorts und Online-Reiseagenturen. Gleichzeitig hält er aber auch Anteile an Online-Modeplattformen, die seiner Ansicht nach nicht nur von der Freisetzung der aufgestauten Nachfrage profitieren werden, sondern auch von der langfristigen Verlagerung des Konsums in digitale Kanäle.

Digitale Revolution und bessere Internetkonnektivität

Die ‚digitale Revolution‘ steht für viele Dinge – von der insgesamt zunehmenden Technologienutzung bis hin zur digitalen Transformation ganzer Unternehmen, um diese fit für die Zukunft zu machen. Vieles davon ist natürlich auf eine bessere Internetkonnektivität zurückzuführen. Ohne das Internet wäre ein Großteil der Technologie, die wir heute nutzen, unbrauchbar. 

Für kein anderes Investmentteam bei Invesco ist die digitale Revolution so relevant wie für das Invesco Quantitative Strategy Team. Eine der von diesem Team gemanagten Strategien nutzt die natürliche Sprachverarbeitung (Natural Language Processing, kurz NLP) für die automatisierte Analyse großer Mengen von Nachrichten. Auf diese Weise identifiziert das Team Aktien, die im Bezug zu drei wichtigen Megatrends stehen: Technologie, Gesellschaft und Nachhaltigkeit.

„Durch diese alternativen Daten erhalten wir einen anderen Blick auf ein Unternehmen“, erklärt Tim Herzig, Portfolio Management Associate im Team. „Unser System durchsucht mehr als 2,5 Millionen Nachrichten pro Monat, wobei auch rückwärtsgerichtete Daten wie Umsätze oder Gewinne berücksichtigt werden. So können wir aufstrebende Unternehmen früher erkennen und in sie investieren.“

Als traditionellerer Fondsmanager folgt Randall Dishmon drei einfachen Anlageregeln: Unternehmen kaufen, die einen Wettbewerbsvorteil haben, den richtigen Preis für diese Unternehmen zahlen und die Menschen kennen, die das Unternehmen leiten. Vollmundige Prognosen zum Potenzial der IT für Unternehmen hat er während seines Berufslebens immer wieder gehört. Zumindest in Bezug auf das Versprechen einer Vereinfachung und Automatisierung aller erdenklichen Abläufe haben sich diese seiner Ansicht nach nicht bewahrheitet. 

„Die IT-Fortschritte haben mehr Komplexität als Vereinfachung gebracht“, meint er. „Beim Begriff IT denke ich zuallererst an eine zunehmende Komplexität. Letztlich waren die Unternehmen einfach nicht in der Lage, mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten. Und Komplexität bedeutet Kosten. Der ganze Nutzen, den die IT den Unternehmen gebracht hat, ist mit unangemessenen Kosten verbunden gewesen. Damit hat dieser technologische Fortschritt nicht gehalten, was er versprochen hat.”

Durch den Trend zur Cloud werde sich dies jedoch ändern. „Der Cloud-Ansatz nimmt die Komplexität aus den Händen von Laien – Managementteams von Unternehmen sind keine IT-Experten – und legt sie in die Hände von Spezialisten. Durch die grundlegende Umgestaltung der Netzwerkarchitektur werden die richtigen Personen mit der Handhabung der Kosten und Komplexität des IT-Wettlaufs betraut.“

Auf der Verbraucherseite sind die Auswirkungen der Digitalisierung etwas greifbarer. „Das Geschäft vieler Unternehmen, in die wir investieren, hängt von einer Entscheidung der Verbraucher ab: womit beziehungsweise wofür diese ihre Zeit verbringen und ihr Geld ausgeben wollen“, so Ido Cohen. „Und aufgrund der Technologie und der zunehmenden Vernetzung entscheiden sich die Menschen dafür, mehr Zeit im Internet zu verbringen und mehr Geld online ausgeben.“  

Große, bekannte Unternehmen wie Amazon oder Netflix gehörten bisher zu den Gewinnern dieses Trends. Es gibt aber auch andere Unternehmen, die von der Digitalisierung profitieren können. Begeisterte Gamer kaufen Spiele bekanntermaßen gerne in Form von Discs oder Kassetten. Dank schnellerer Internetverbindungen können Spiele nun jedoch auch problemlos online heruntergeladen werden. Bei Videospielesoftware wächst der Anteil der digitalen Käufe schon seit Längerem. Während der Pandemie hat sich dieser Trend weiter verstärkt.

Abbildung 2: Digitale Downloads bei Gamern in den USA zunehmend gefragt

Quelle: Entertainment Software Association. Essential Facts about the Computer and Video Game Industry 2019.

„Für die Spieleindustrie ist das eine positive Entwicklung, da die Gewinnspanne bei einem Download höher ist als bei einem Disc-Verkauf“, erklärt Cohen. „Und durch den Direktverkauf an den Konsumenten und die digitale Verbindung bauen die Spielesoftwareunternehmen eine dauerhafte Beziehung zum Endverbraucher auf.“

Haben sie erst einmal einen Titel verkauft, können sie dem Nutzer noch weitere Artikel im Zusammenhang mit dem Spiel verkaufen, zum Beispiel zusätzliche Spielfiguren oder eine Erweiterung des Spiels. Im aktuellen Umfeld haben digitale Spiele Cohen zufolge noch einen weiteren Vorteil: Da die Verbraucher sie herunterladen können, sind die Spielesoftwareunternehmen von den derzeitigen Lieferkettenstörungen nicht so stark betroffen wie die Konsolenhersteller.

Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets wächst der Anteil der Digitalisierung am BIP vieler asiatischer Länder. Auf der Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten blicken viele Investoren zuerst nach China. Mike Shiao, Chief Investment Officer des Invesco-Teams für asiatische Aktien (ohne Japan), sieht im Digitalisierungszeitalter jedoch auch interessante Anlagechancen in anderen asiatischen Ländern. 

„Südkorea ist für seine vorbildliche Internetkonnektivität mit Breitbanddiensten, die zu den schnellsten der Welt gehören, bekannt“, sagt er. „Der Anteil der Onlineeinkäufe ist deutlich höher als in China und die Koreaner geben im Schnitt fast drei Mal so viel in Online-Kanälen aus wie die Chinesen.“

Das mache Südkorea zu einer natürlichen Brutstätte für Innovationen im Internetbereich mit einigen wirklich herausragenden Anlagemöglichkeiten.

Wenn die Welt grün wird

Dürren und Überschwemmungen, Wirbelstürme und Waldbrände hat es auf der Welt schon immer gegeben, aber das Ausmaß der Zerstörung, das wir in den letzten zehn Jahren erlebt haben, stellt alles bisher Gesehene in den Schatten. Der Klimawandel ist kein fernes Zukunftsszenario mehr. Er ist längst Wirklichkeit. 

Im Wettlauf gegen die Zeit stemmen sich die weltweiten Regierungen den Klimaveränderungen endlich mit vereinten Kräften entgegen. Die Verringerung der CO2-Emissionen steht ganz oben auf ihrer Prioritätenliste. Mittlerweile haben sich viele Länder dazu verpflichtet, in den kommenden Jahrzehnten auf eine Netto-Null-Emissionen-Wirtschaft umzustellen.

Allein die Bemühungen, dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, werden rund um die Welt Auswirkungen auf viele Branchen haben. In Vorbereitung auf eine Welt, die nicht mehr durch Öl am Laufen gehalten wird, haben sich einige Ölkonzerne bereits neu erfunden. Andere Unternehmen, die von der fossilen Wirtschaft abhängig sind, werden ihre Geschäftsmodelle ebenfalls grundlegend ändern müssen, um zu überleben.

Doch damit fossile Brennstoffe wirklich der Vergangenheit angehören, ist eine neue Innovationswelle erforderlich. Bei den Themen Technologie und Innovation denken viele Investoren vor allem an die USA oder Asien. Dabei hat Europa das Potenzial, bei ‚grünen Technologien‘ die Führung zu übernehmen. An Innovationen mangelt es in Europa gewiss nicht: Sieben der Top-10-Länder des Bloomberg-Innovationsindex befinden sich in Europa.1

Auch der Energy Transition Index sieht die europäischen Länder im Rennen um die Energiewende vor vielen anderen Ländern.2  Der Europäische Green Deal wird von vielen als wegweisend angesehen – mit ihm will die Europäische Union die globalen Umweltherausforderungen als Chance zur Modernisierung ihrer Wirtschaft nutzen. 

Die Elektrifizierung ist der Schlüssel zur Dekarbonisierung und James Rutland, Fondsmanager im europäischen Aktienteam unsere Investmentzentrums in Henley, ist davon überzeugt, dass der Versorgungssektor von der ‚Elektrifizierung von allem‘ profitieren wird.

„In der Wahrnehmung der Anleger gehören Versorgerwerte seit Langem zu den langsam wachsenden, defensiven Portfoliobausteinen“, sagt er. „Aber wir glauben, dass sich das schon bald ändern könnte.“

Die meisten europäischen Versorgungsunternehmen sind in das Rennen um die „Netto-Null“ eingestiegen und setzen nicht mehr auf Kohle, sondern auf erneuerbare Energien. Rutland gibt zu, dass der Weg zur Klimaneutralität eine Gratwanderung ist, bei der es noch wichtige Fragen zu klären gilt, zum Beispiel die Frage, wer das alles bezahlen wird.

„Dass die Regierungen größtenteils die Kosten schultern werden, ist ermutigend“, stellt er fest. „Das ist eine kurzfristige Lösung und es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht. Wir betrachten dies aber in jedem Fall als bedeutende Anlagechance für Anleger mit einem mittelfristigen Anlagehorizont.“

Gesundheit und Wohlbefinden zunehmend im Fokus

Kaum etwas verdeutlicht den Wert der Gesundheit besser als eine Pandemie. Tatsächlich hat Covid-19 jedoch nur einen bestehenden Trend beschleunigt. Im Portfolio von Ido Cohen zum Beispiel finden sich Unternehmen, die vom Trend zu einer gesünderen Lebensweise profitieren, wie Hersteller von Sportbekleidung und -schuhen. 

Randall Dishmon wiederum glaubt, dass sich die Diagnostik und genetische Testverfahren weiterentwickeln und ein zunehmendes Wachstum verzeichnen werden. In seinem Ausblick auf 2022 spricht er über das Genomsequenziergerät, mit dem Forscher das Covid-19-Virus analysierten, um letztlich in Rekordzeit einen Impfstoff zu entwickeln.

„Die unterschiedlichen Ansätze, die verfolgt wurden, basierten alle auf der Sequenzierung. Dadurch erhielten die Impfstoffforscher die nötigen Informationen über die Eigenschaften dieses Virus“, erklärt Dishmon.

Dass das Unternehmen, das dieses Gerät entwickelt hat, eine wichtige Position in seinem Portfolio ist, versteht sich da von selbst.

Fondsmanager Chris Liu, der für uns aus Hongkong heraus tätig ist, investiert in den chinesischen Gesundheitssektor. Der chinesische Gesundheitsmarkt ist bereits der zweitgrößte der Welt, wird die USA aber voraussichtlich schon in wenigen Jahren auf Platz 1 ablösen.

„Das Wachstum des chinesischen Gesundheitsmarktes wird durch mehrere langfristige Trends gestützt“, sagt Liu. „Dazu gehören vor allem die Alterung der chinesischen Bevölkerung, das Wachstum der chinesischen Mittelschicht, der technologische Fortschritt und der zunehmende Technologieeinsatz.“

Er sieht Anlagechancen in der Medizintechnik, bei innovativen Arzneimittelherstellern, Impfstoffherstellern und medizinischen Dienstleistungen, hält aber auch Positionen in Auftragsforschern/-herstellern. Letztere sind im Auftrag anderer Unternehmen aus dem Gesundheitssektor tätig und stellen Dienstleistungen bereit, die von der Entwicklung bis zur Herstellung von Arzneimitteln reichen. Dabei profitieren diese Unternehmen nicht nur von ihrem Zugriff auf einen riesigen Pool von Hochschulabsolventen aus den Fachgebieten Biologie und Chemie, sondern auch von einer großen Patientenbasis für klinische Studien in einem extrem bevölkerungsreichen Land.

Zusammen mit den staatlichen Maßnahmen zur Förderung von Innovationen und zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsversorgung der Bürger eröffnet sich dadurch unserer Meinung nach großesPotenzial für chinesische Gesundheitsunternehmen. Diese haben sich in den vergangenen Jahren in der Wertschöpfungskette weiter nach oben bewegt, und die chinesische Pharmaindustrie hat begonnen, von der Generikaproduktion auf die Herstellung innovativerer Arzneimittel umzustellen.

In die Zukunft investieren

Die hier beleuchteten Themen sind nur einige der Megatrends, die unsere Investmentexperten berücksichtigen, um ihre Portfolios zukunftssicher zu machen. Im neuen Jahr werden wir weitere Fachbeiträge veröffentlichen, die detailliertere Einblicke in die Einschätzungen und Positionierung unserer Anlagespezialisten geben. 

Dabei sollten sich Anleger allerdings stets darüber bewusst sein, dass es nicht ratsam ist, in ein Unternehmen zu investieren, nur weil es zu einem bestimmten Thema passt. Wie spektakulär das schief gehen kann, zeigte sich zum Beispiel vor zwei Jahrzehnten, als sich viele Anleger von der New-Economy-Euphorie anstecken ließen und mit dem Platzen der Dot-Com-Blase viel Geld verloren – zum Teil, weil sie dieses Geld in Unternehmen gesteckt hatten, die sie nicht kannten oder verstanden.

Alle in diesem Artikel genannten Investmentmanager orientieren sich bei der Suche nach potenziellen Anlagechancen an langfristigen Themen. Für die meisten von ihnen stehen disziplinierte Fundamentalanalysen jedoch weiterhin im Mittelpunkt ihrer Investmentprozesse. Ido Cohen zum Beispiel reichen Untersuchungen der Finanzkennzahlen oder Gespräche mit den Managementteams der Unternehmen nicht aus. Er spricht auch mit Lieferanten, Großhändlern, Wettbewerbern, Kunden, Vertretern des mittleren Managements und Analysten, um ein ganzheitliches Bild der Unternehmen zu erhalten, in die er investiert.

Und auch das Invesco Quantitative Strategies Team verlässt sich nicht ausschließlich auf moderne Technologien, um potenzielle Anlagekandidaten zu identifizieren, sondern greift auch auf die Erfahrung und Expertise seiner Spezialisten zurück. 

„Letztlich werden unsere Algorithmen nicht von Maschinen erstellt“, sagt Tim Herzig. „Anleitungen für Computer werden von Menschen programmiert und sind damit auch Ausdruck ihrer Überlegungen. Wir investieren nur in Unternehmen, die signifikante Übereinstimmungen mit themenspezifischen Wörterbüchern aufweisen. Um sicherzustellen, dass alle diese Aktien wirklich zum jeweiligen Thema passen, kann eine gewisse Aufsicht und Kontrolle durch unsere Experten erforderlich sein.“

Quellen

  • Quelle: Bloomberg. Stand 31.12.2020.

    Quelle: World Economic Forum. Fostering Effective Energy Transition, Ausgabe 2021.

Wesentliche Risiken

  • Die vollständigen Informationen zu den Risiken erhalten Sie in den Verkaufsunterlagen.

    Der Wert einer Anlage und die Erträge hieraus können sowohl steigen als auch fallen und es ist möglich, dass Anleger den ursprünglich angelegten Betrag nicht zurückerhalten.

Wichtige Informationen

  • Diese Marketing-Anzeige dient lediglich zu Diskussionszwecken und richtet sich ausschließlich an Anleger in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Dieses Marketingdokument stellt keine Empfehlung dar, eine bestimmte Anlageklasse, Finanzinstrument oder Strategie, zu kaufen oder verkaufen. Das Dokument unterliegt nicht den regulatorischen Anforderungen, welche die Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen/Anlagestrategieempfehlungen sowie das Verbot des Handels vor der Veröffentlichung der Anlageempfehlung/Anlagestrategieempfehlung vorschreiben.

    Stand der Daten: 13.12.2021

    Die in diesem Material dargestellten Prognosen und Meinungen sind subjektive Einschätzungen und Annahmen des Fondsmanagements oder deren Vertreter. Diese können sich jederzeit und ohne vorherige Ankündigung ändern. Es kann keine Zusicherung gegeben werden, dass die Prognosen wie vorhergesagt eintreten werden. Herausgeber in Deutschland und Österreich ist die Invesco Asset Management Deutschland GmbH, An der Welle 5, 60322 Frankfurt am Main. Herausgeber in der Schweiz ist die Invesco Asset Management (Schweiz) AG, Talacker 34, CH-8001 Zürich.